Unabhängige Arbeiter - Partei e.V.

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Zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung

23. Mai 1863
Ferdinand Lassalle gründet in Leipzig den “Allgemeinen - Deutschen Arbeiterverein“ (ADAV). Dieser war sozial und national eingestellt und auf diesen beruft sich die UAP.

07. / 09. August 1869
Wilhelm Liebknecht und August Bebel gründen in Eisenach die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP), die international eingestellt ist.


Ferdinand Lassalle (1825-1864)

22. bis 27. Mai 1875
Gothaer Vereinigungsparteitag: Zusammenschluss von ADAV und SDAP zur Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP, nach Neuformierung 1890 Sozialdemokratische Partei - SPD).
Seit dieser Zeit hat die SPD ein doppeltes Gesicht (Janusgesicht) - national fürs Militär auf der einen Seite, international gegen das Militär (Pazifismus) auf der anderen Seite (siehe Bonner SPD-Opposition von 1949-1959).

1920
Aufgrund des Kapp-Putsches am 13. März 1920 rufen die Gewerkschaften den Generalstreik aus, der in ganz Deutschland von den Arbeitern und Angestellten befolgt wird. Dieser Streik weitet sich in einigen Gebieten Deutschlands zu Aufständen gegen die Reichs- regierung aus. Im Ruhrgebiet bildete sich die "Rote Ruhrarmee", die große Teile des Industriegebietes besetzt hält.
Im Bielefelder Abkommen (23./24. März 1920) sichert die SPD unter Anderem die sofortige Inangriffnahme der Sozialisierung zu. Die Arbeiter werden aufgefordert, den Generalstreik einzustellen und die Waffen an die Behörden abzuliefern. 
Das Vertauen der Arbeiter in das Bielefelder Abkommen und in die SPD wird gebrochen, als am 1. April 1920 Reichswehrtruppen und Freikorps im Ruhrgebiet einrücken und den Widerstand blutig niederschlagen.

13. bis 15. November 1959
Parteitag der SPD in Bad Godesberg, neuer politischer Kurs der Sozialdemokraten. --> Verbürgerlichung
("Das private Eigentum an den Produktionsmitteln hat Anspruch auf Schutz und Förderung, soweit es nicht den Aufbau einer gerechten Sozialordnung hindert.")
Aus diesem Kurswechsel ergibt sich die Notwendigkeit zur Gründung der Unabhängigen Arbeiterpartei UAP.

Daten aus der Geschichte der U.A.P.

21. Januar 1962
Gründung der Unabhängigen Arbeiterpartei (UAP) in Essen. (1. Parteitag)

-->  provisiorisches Zentralbüro, bestehend aus drei Mitgliedern:
      Wolfgang Hülsmann, Günther Planz und Margrit Bergfeld

1. Februar 1962
Die RAZ ( Ruhr Arbeiter Zeitung) erscheint bis zum 27. April 1966 wöchentlich und ab Mai 1966 halbmonatlich.

18. Februar 1962
2. Parteitag in Essen (auch Vereinigungsparteitag)

-->  Zusammenschluss von DSU und UAP unter dem Namen UAP
-->  Wahl des 1. ordentlichen Zentralbüros:
      Horst Bosbach, Erhard Kliese, Wolfgang Hülsmann, Heinz Villmow, Heinz Fandrey,
      Georg Daumann

29. bis 31. Oktober 1966
Entsprechend den Beschlüssen des 3. UAP – Bundesparteitag in Köln, wird für alle UAP – Mitglieder eine Unterstützungskasse eingerichtet. Die Gelder für die UAP – Unterstützungskasse werden durch Abzweigen von den Mitgliedsbeiträgen bereitgestellt und auf das Konto der Unterstützungskasse eingezahlt.
Um die Leistungen der USK in Anspruch nehmen zu können, muss man mindestens 10 Jahre (zehn) Mitglied in der UAP sein.
Wer aus der UAP ausgeschlossen wird, oder von selbst austritt verliert alle Rechtsansprüche an die USK.
Die UAP – Unterstützungskasse wird von einem neunköpfigen Verwaltungsrat beaufsichtigt. Dieser Verwaltungsrat wird vom ZB für die Dauer von 5 Jahren eingesetzt.
Stirbt ein UAP – Mitglied, dann wird den Direkthinterbliebenen Ehepartner, Kinder, oder Geschwister, die mit dem Verstorbenen in häuslicher Gemeinschaft lebten und die Beerdigung durchführen ein Sterbegeld ausgezahlt. Sind „Direkthinterbliebene“ nicht vorhanden, dann bekommt Derjenige das Geld aus dem Bekanntenkreis ausgezahlt, der die Beerdigung durchführt. Kommunalbehörden bekommen kein Geld.

15. Januar 1967
Die RAZ erscheint erstmals als Reichs Arbeiter Zeitung, weil die UAP jetzt auch Stützpunkte in Bayern hat und somit Überregional wurde. Die Anfangsbuchstaben RAZ mussten bestehen bleiben, wegen des Postvertriebs, und so entschied man sich eben für die Reichs Arbeiter Zeitung.

26. November 1967
Auf Anregung des Mitbegründer der UAP Heinz Keller wird die Interessengemeinschaft: Orden – Ehrenzeichen – Wanderpreis auf der 30. ZB – Sitzung am 09. Dezember 1967 gegründet.
Die „Interessengemeinschaft: Orden – Ehrenzeichen und Wanderpreis“ hat die Aufgabe durch äußere Anerkennung den aktiven UAP – Parteikameraden, für seinen Einsatz im Dienste der UAP zu danken !
Die „Interessengemeinschaft“ macht dem Zentralbüro der UAP Vorschläge über die Art der Anerkennungszeichen, das Zentralbüro der UAP fasst die Beschlüsse, die „Interessengemeinschaft“ sichert diese falls es erforderlich ist, durch schriftliche Abmachung mit dem Zentralbüro ab. Hier ein Auszug aus der Gründungsurkunde:
1. Der „Interessengemeinschaft“ können nur unbescholtene UAP – Mitglieder beitreten, die mindestens zwei Jahre der UAP angehören.
2. Einmal im Jahr werden die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Auf dieser wird ein dreiköpfiger Vorstand, für die Dauer von einem Jahr, gewählt. Ob und wie viel Beiträge gezahlt werden, entscheidet die Jahreshauptversammlung.
3. Der Austritt ist durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand, zu jederzeit möglich. Über Auflösung entscheiden die Mitglieder, oder das Zentralbüro.
Und hier eine genauere Erläuterung über die Aufgaben des Vorstandes der UTG. Der Vorstand der UTG hat die Aufgaben sich um die Jubilare ( ab 10 Jahre ) der UAP zu kümmern, d. h., es müssen dazu Urkunden geschrieben werden. Präsente gekauft und verpackt werden und überlegt werden wann und wo diese überreicht werden. Weiterhin kümmert sich die UTG um die dazugehörigen Festansprachen, die Ausschmückung des Raumes und den gesamten Ablauf der Feier. Weitere Aufgaben der UTG bestehen darin, laut Beschluss vom 11.03.1990 in Hattingen, zusätzlich zu den Landesverbänden Kandidaten für das Zentralbüro zu nominieren. Die Nominierungsvorschläge werden von zwei Mitgliedern der Traditionsgemeinschaft, die nicht dem Vorstand angehören dürfen, unterzeichnet. Diese zwei Mitglieder werden jeweils auf der Jahreshauptversammlung verpflichte. Diese Regelung hat sich als Absicherung der UAP gegen plötzliche Unterwanderungen als sehr nützlich erwiesen.
Auf der 10. Jahreshauptversammlung der „Interessengemeinschaft Orden Ehrenzeichen und Wanderpreis“ (UAP – Traditionsgemeinschaft) am 29. März 1992 in Hattingen wurde Einstimmig beschlossen, für die UAP Traditionsgemeinschaft in Zukunft die Abkürzung UTG zu verwenden.

03. Dezember 1967
Gründung der Ruhr-Arbeiter-Verlag GmbH

10. Dezember 1967
Gründung der BAJ (Blaue-Adler-Jugend)

1968
Ab Januar 1968 erscheint die RAZ monatlich im „Berliner Format“ bis zum August 1972, dann ist die RAZ 3 Monate ausgefallen und erscheint wieder in DIN A4 Format vom 16. Dezember 1972 bis zum heutigen Tag.

11. Dezember 1976
Laut Beschluss des Verwaltungsrates wird nach Vereinbarung mit der UAP – Parteileitung eine Sonderrücklage geschaffen.
„Alle bisherigen, gegenwärtig amtierenden und zukünftigen ZB und PL – Mitglieder schließen mit der USK eine Zusatzrücklage ab, da sie durch ihre größere Aktivität auch ein größeres Unfallrisiko im Dienste der Partei haben. Sie zahlen eine einmalige Einlage, die UAP – Parteileitung bringt zusätzlich jährlich einen festzulegenden Betrag für die Sonderrücklage auf“.

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