22. bis
27. Mai 1875
Gothaer Vereinigungsparteitag:
Zusammenschluss von ADAV und SDAP zur Sozialistischen Arbeiterpartei
(SAP, nach Neuformierung 1890 Sozialdemokratische Partei - SPD).
Seit dieser Zeit hat die SPD ein doppeltes Gesicht (Janusgesicht) -
national fürs Militär auf der einen Seite, international gegen das
Militär (Pazifismus) auf der anderen Seite (siehe Bonner
SPD-Opposition von 1949-1959).
1920
Aufgrund des Kapp-Putsches am
13. März 1920 rufen die Gewerkschaften den Generalstreik aus, der in
ganz Deutschland von den Arbeitern und Angestellten befolgt wird.
Dieser Streik weitet sich in einigen Gebieten Deutschlands zu
Aufständen gegen die Reichs- regierung aus. Im Ruhrgebiet bildete sich
die "Rote Ruhrarmee", die große Teile des Industriegebietes besetzt
hält.
Im Bielefelder Abkommen (23./24. März 1920) sichert die SPD unter
Anderem die sofortige Inangriffnahme der Sozialisierung zu. Die
Arbeiter werden aufgefordert, den Generalstreik einzustellen und die
Waffen an die Behörden abzuliefern.
Das Vertauen der Arbeiter in das Bielefelder Abkommen und in die SPD
wird gebrochen, als am 1. April 1920 Reichswehrtruppen und Freikorps
im Ruhrgebiet einrücken und den Widerstand blutig niederschlagen.
13. bis 15. November 1959
Parteitag der SPD in Bad
Godesberg, neuer politischer Kurs der Sozialdemokraten. -->
Verbürgerlichung
("Das private Eigentum an den Produktionsmitteln hat Anspruch auf
Schutz und Förderung, soweit es nicht den Aufbau einer gerechten
Sozialordnung hindert.")
Aus diesem Kurswechsel ergibt sich die Notwendigkeit zur Gründung der
Unabhängigen Arbeiterpartei UAP.
Daten aus der Geschichte der U.A.P.
21. Januar 1962
Gründung der Unabhängigen
Arbeiterpartei (UAP) in Essen. (1. Parteitag)
--> provisiorisches Zentralbüro,
bestehend aus drei Mitgliedern:
Wolfgang Hülsmann, Günther Planz und Margrit Bergfeld
1. Februar 1962
Die RAZ ( Ruhr Arbeiter
Zeitung) erscheint bis zum 27. April 1966 wöchentlich und ab Mai 1966
halbmonatlich.
18. Februar 1962
2. Parteitag in Essen (auch
Vereinigungsparteitag)
--> Zusammenschluss von DSU und UAP
unter dem Namen UAP
--> Wahl des 1. ordentlichen Zentralbüros:
Horst Bosbach, Erhard Kliese, Wolfgang Hülsmann, Heinz Villmow,
Heinz Fandrey,
Georg Daumann
29. bis 31. Oktober 1966
Entsprechend den Beschlüssen
des 3. UAP – Bundesparteitag in Köln, wird für alle UAP – Mitglieder
eine Unterstützungskasse eingerichtet. Die Gelder für die UAP –
Unterstützungskasse werden durch Abzweigen von den Mitgliedsbeiträgen
bereitgestellt und auf das Konto der Unterstützungskasse eingezahlt.
Um die Leistungen der USK in Anspruch nehmen zu können, muss man
mindestens 10 Jahre (zehn) Mitglied in der UAP sein.
Wer aus der UAP ausgeschlossen wird, oder von selbst austritt verliert
alle Rechtsansprüche an die USK.
Die UAP – Unterstützungskasse wird von einem neunköpfigen
Verwaltungsrat beaufsichtigt. Dieser Verwaltungsrat wird vom ZB für
die Dauer von 5 Jahren eingesetzt.
Stirbt ein UAP – Mitglied, dann wird den Direkthinterbliebenen
Ehepartner, Kinder, oder Geschwister, die mit dem Verstorbenen in
häuslicher Gemeinschaft lebten und die Beerdigung durchführen ein
Sterbegeld ausgezahlt. Sind „Direkthinterbliebene“ nicht vorhanden,
dann bekommt Derjenige das Geld aus dem Bekanntenkreis ausgezahlt, der
die Beerdigung durchführt. Kommunalbehörden bekommen kein Geld.
15. Januar 1967
Die RAZ erscheint erstmals als
Reichs Arbeiter Zeitung, weil die UAP jetzt auch Stützpunkte in Bayern
hat und somit Überregional wurde. Die Anfangsbuchstaben RAZ mussten
bestehen bleiben, wegen des Postvertriebs, und so entschied man sich
eben für die Reichs Arbeiter Zeitung.
26. November 1967
Auf Anregung des Mitbegründer
der UAP Heinz Keller wird die Interessengemeinschaft: Orden –
Ehrenzeichen – Wanderpreis auf der 30. ZB – Sitzung am 09. Dezember
1967 gegründet.
Die „Interessengemeinschaft: Orden – Ehrenzeichen und Wanderpreis“ hat
die Aufgabe durch äußere Anerkennung den aktiven UAP –
Parteikameraden, für seinen Einsatz im Dienste der UAP zu danken !
Die „Interessengemeinschaft“ macht dem Zentralbüro der UAP Vorschläge
über die Art der Anerkennungszeichen, das Zentralbüro der UAP fasst
die Beschlüsse, die „Interessengemeinschaft“ sichert diese falls es
erforderlich ist, durch schriftliche Abmachung mit dem Zentralbüro ab.
Hier ein Auszug aus der Gründungsurkunde:
1. Der „Interessengemeinschaft“ können nur unbescholtene UAP –
Mitglieder beitreten, die mindestens zwei Jahre der UAP angehören.
2. Einmal im Jahr werden die Mitglieder zur Jahreshauptversammlung
eingeladen. Auf dieser wird ein dreiköpfiger Vorstand, für die Dauer
von einem Jahr, gewählt. Ob und wie viel Beiträge gezahlt werden,
entscheidet die Jahreshauptversammlung.
3. Der Austritt ist durch schriftliche Erklärung gegenüber dem
Vorstand, zu jederzeit möglich. Über Auflösung entscheiden die
Mitglieder, oder das Zentralbüro.
Und hier eine genauere Erläuterung über die Aufgaben des Vorstandes
der UTG. Der Vorstand der UTG hat die Aufgaben sich um die Jubilare (
ab 10 Jahre ) der UAP zu kümmern, d. h., es müssen dazu Urkunden
geschrieben werden. Präsente gekauft und verpackt werden und überlegt
werden wann und wo diese überreicht werden. Weiterhin kümmert sich die
UTG um die dazugehörigen Festansprachen, die Ausschmückung des Raumes
und den gesamten Ablauf der Feier. Weitere Aufgaben der UTG bestehen
darin, laut Beschluss vom 11.03.1990 in Hattingen, zusätzlich zu den
Landesverbänden Kandidaten für das Zentralbüro zu nominieren. Die
Nominierungsvorschläge werden von zwei Mitgliedern der
Traditionsgemeinschaft, die nicht dem Vorstand angehören dürfen,
unterzeichnet. Diese zwei Mitglieder werden jeweils auf der
Jahreshauptversammlung verpflichte. Diese Regelung hat sich als
Absicherung der UAP gegen plötzliche Unterwanderungen als sehr
nützlich erwiesen.
Auf der 10. Jahreshauptversammlung der „Interessengemeinschaft Orden
Ehrenzeichen und Wanderpreis“ (UAP – Traditionsgemeinschaft) am 29.
März 1992 in Hattingen wurde Einstimmig beschlossen, für die UAP
Traditionsgemeinschaft in Zukunft die Abkürzung UTG zu verwenden.
03. Dezember 1967
Gründung der
Ruhr-Arbeiter-Verlag GmbH 10.
Dezember 1967
Gründung der BAJ (Blaue-Adler-Jugend)
1968
Ab Januar 1968 erscheint die
RAZ monatlich im „Berliner Format“ bis zum August 1972, dann ist die
RAZ 3 Monate ausgefallen und erscheint wieder in DIN A4 Format vom 16.
Dezember 1972 bis zum heutigen Tag.
11. Dezember 1976
Laut Beschluss des
Verwaltungsrates wird nach Vereinbarung mit der UAP – Parteileitung
eine Sonderrücklage geschaffen.
„Alle bisherigen, gegenwärtig amtierenden und zukünftigen ZB und PL –
Mitglieder schließen mit der USK eine Zusatzrücklage ab, da sie durch
ihre größere Aktivität auch ein größeres Unfallrisiko im Dienste der
Partei haben. Sie zahlen eine einmalige Einlage, die UAP –
Parteileitung bringt zusätzlich jährlich einen festzulegenden Betrag
für die Sonderrücklage auf“. |